„Wo alles seinen Anfang nimmt – die Mitte der Welt“

„Viele Geschichten brachten mich dazu, die Vergangenheit unserer Welt anders zu betrachten. Eine beeindruckte mich besonders: Nach der griechischen Mythologie ließ Zeus, der Göttervater, zwei Adler frei, an jedem Ende der Erde einen, und gebot ihnen, aufeinander zuzufliegen. Auf der Stelle, an der sich die beiden Adler trafen, legte Zeus einen heiligen Stein, den sogenannten omphalos – Nabel der Welt -, der die Kommunikation mit dem Göttlichen ermöglichte. Erst später erfuhr ich, dass die Vorstellung dieses Steins Philosophen und Psychoanalytiker schon sehr lange faszinierte. Ich weiß noch, wie ich meine Karte anstarrte, als ich diese Sage zum ersten Mal hörte, und mich fragte, wo sich die Adler wohl getroffen haben mochten. Ich stellte mir vor, wie sie von der Atlantikküste im Westen und von der chinesischen Pazifikküste im Osten abhoben und landeinwärts flogen. Die genaue Position variierte, je nachdem, wo ich mit den Fingern anfing, die gleiche Entfernung vom Ost- und vom Westrand zu messen. Aber ich landete immer irgendwo zwischen dem Schwarzen Meer und dem Himalaya. Nächtelang lag ich wach im Bett und grübelte über die Karte, die Adler des Zeus und die Geschichte einer Region, die in den Büchern, die ich las, mit keinem Wort erwähnt wurde – ja nicht einmal einen Namen hatte.“

Wie es weitergeht erfahren Sie in dem bahnbrechenden Buch von Peter Frankopan: „Licht aus dem Osten – Eine neue Geschichte der Welt“

Peter Frankopan lehrt uns, die Geschichte neu zu sehen – indem er nicht Europa, sondern den Nahen und Mittleren Osten zum Ausgangspunkt macht. Diese Geschichte führt bis in die Gegenwart: Denn nicht umsonst entscheidet sich noch heute die Weltpolitik in Staaten wie Syrien, Afghanistan und Irak.

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